Typisch französisch!

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Ort des Geschehens: der Planet „Frantastique“.

Es spielen mit: ein paar Extraterristrische, ein Praktikant von der Erde alle tätig in der AIGF (Agence Intergalactique de la Francofonie). Und Victor Hugo. Den haben sie angeheuert als Verbindungsmann, als Botschafter,

Es lässt sich unschwer voraussagen, dass da Welten aufeinander prallen. Und schon in den ersten Lektionen werden wesentliche (Vor-)Urteile über die Franzosen und das Savoir vivre bedient.

Besonders witzig für mich: der Streik, ja der Aufstand, als in der extraterristrischen Kantine das Fehlen des Senfs festgestellt wird. Bisher habe ich nämlich die Suche nach gutem Senf für eine Marotte des Gatten gehalten. Die geht bei ihm so weit, dass er zum Essen in seiner irdischen Kantine immer (!) eine Tube Senf mitnimmt. Den guten, französichen Senf natürlich. Jetzt lerne ich, dass diese Wertschätzung des Senf ganz offenbar in den französischen Genen verankert ist. Sein Fehlen kann die Verantwortlichen Kopf und Kragen kosten – „typisch französich“ natürlich mit der „Kopf-ab-Maschine“, der Guillotine.

Aber keine Sorge! Alles wird gut und es fließt kein Blut!

Bei solchen Horrorszenarienn stellt sich dem „seriösen“ Lernwilligen die Frage, ob das Ganze nicht sehr ins Alberne abdriftet.

Nein, das tut es nicht. Jedenfalls meiner Meinung nach, Das Setting mit den Außerirdischen ist wirklich witzig und überhaupt nicht albern. Denn da wird sehr auf den Punkt gebracht, welche Unterschiede zwischen den Extraterrestrischen (Deutsche, Schweizer, Österreicher … eben alle, die den Kurs buchen und die keine Franzosen sind) und den Franzosen herrschen. Interkulturelle Kompetenzerweiterung vom Feinsten. Und das alles mit einer gehörigen Portion Selbstironie.

Dass nun ausgerechnet Victor Hugo dort auftaucht …, das ist, als ob die Extraterristrischen für einen Deutschkurs Goethe und Theodor Heuss engagiert und ihn auf der Suche nach Currywurst oder Schweinebraten zur Rettung des Kantinenfriedens nach Deutschland geschickt hätten.

 

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